Spektakuläres Kunstprojekt „Donauturm-Rutsche“ schwebte heute per Hubschrauber auf den Donauturm

Ein riesiges Kunstwerk schwebte heute per Hubschrauber über die Stadt und wird schon bald dem Wiener Donauturm, an dem auch die Wien Holding beteiligt ist,  temporär eine neue Silhouette verleihen: Die beleuchtete „Donauturm-Rutsche“ wird in 165 Metern Höhe montiert. Als höchste Rutsche Europas wird sie ab Mitte November als neue Attraktion den Donauturm-Besucher:innen ein spektakuläres Kunst-Abenteuer bieten.

Wagemutige können dann an der nördlichen Außenseite des Turms vom Zentralgeschoss durch das transparente Kunstwerk zur Aussichtsebene auf 150 Metern Höhe rutschen und sich neben dem Weitblick auch einen Adrenalinkick holen. Das Projekt des international renommierten deutschen Objektkünstlers Carsten Höller wird für mindestens drei Jahre installiert und lässt den bald 60 Jahre alten Donauturm als Kunstturm erstrahlen.   

Der Donauturm, das höchste Bauwerk Wiens und seit fast 60 Jahren beliebtes Wahrzeichen der Stadt, erhält mit dieser Kunstinstallation in Form einer beleuchteten Außenrutsche ein neues Highlight. Heute Vormittag wurden die Einzelteile der „Donauturm-Rutsche“ mit einem spektakulären Hubschraubereinsatz angeliefert und an der Nordseite des Turms an das Zentralgeschoss in 165 m Höhe bis zur 15 Meter tieferen Aussichtsebene montiert. 

Das gesamte Donauturm Gelände sowie der Donauturm wurden für den ca. zweistündigen Einsatz aus Sicherheitsgründen komplett für alle Personen gesperrt. Weiters bleibt der Donauturm bis 17.10.2023 aufgrund der Abschlussarbeiten rund um die Neuerung für alle Gäste geschlossen.  

Die Rutsche, auf der die Benutzer:innen mit Matten auf einer Bahn mit kurvigen und geradlinigen Streckenabschnitten hinunterrutschen, schafft ein neues Erlebnis der Höhenerfahrung. Für Mitte November ist das Soft-Opening geplant. Die Stadt Wien und ihre Besucher:innen dürfen sich auf eine neue, aufregende Attraktion freuen, die die Grenzen zwischen Kunst und Abenteuer auf faszinierende Weise verschwimmen lässt.

Guten Rutsch am Donauturm

Hermann Krammer, Managing Director des Donauturms über das Kunstprojekt: „Wir freuen uns sehr, dass wir den international bekannten Künstler Carsten Höller für dieses außergewöhnliche Projekt gewinnen konnten. Die Anforderungen waren nicht einfach. Einerseits weil der Donauturm ein denkmalgeschütztes Bauwerk ist, andererseits weil konstruktions- und sicherheitstechnisch die allerhöchsten Standards gelten. Ich bin daher unglaublich stolz darauf, das bevorstehende 60-jährige Jubiläum des Donauturms mit dieser spektakulären Neuheit schon jetzt einläuten zu dürfen. Die Rutsche verspricht ein einzigartiges Erlebnis für alle, die den Mut haben, sich auf dieses Abenteuer in schwindelerregender Höhe einzulassen. Dieses Kunstobjekt wird nicht nur unsere in- und ausländischen Gäste begeistern, sondern auch die Wiener Skyline für mindestens die nächsten drei Jahre verändern."

Nach technischer Überholung: Turm Café dreht bald wieder seine Runden

Noch eine gute Nachricht gibt es für die Donauturm-Besucher:innen: Der beliebte 360° Panorama-Drehmechanismus im Turm Café ist bald wieder in Betrieb. Die Getriebe mussten nach fast sechs Jahrzehnten treuer Dienste einem technischen Service unterzogen werden. Seit knapp vier Wochen laufen die Arbeiten auf Hochtouren.

Hermann Krammer dazu: „Der Donauturm ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Ort, der kontinuierlich modernisiert wird, um unseren Gästen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Die technischen Wartungsarbeiten sind demnächst fertig und das Turm Café wird voraussichtlich dieses Jahr wieder drehend den unvergleichlichen 360°-Panorama Rundumblick bieten.“ 

Donauturm Wien – höchstes Wahrzeichen der Stadt seit fast 60 Jahren

Der Donauturm wurde 1964 als Highlight und stolzes Symbol im Rahmen der Wiener internationalen Gartenschau (WIG) erbaut und ist mit einer Gesamthöhe von 252 Metern noch immer das höchste Bauwerk Österreichs. Leitender Architekt war der Wiener Professor Hannes Lintl. Er wählte eine Formsprache, die sich am Typus der Fernsehtürme orientierte. Der Bau dauerte von Oktober 1962 bis April 1964 – also knapp zwei Jahre. Dabei wurden insgesamt 3.750 m³ Beton und 514 Tonnen Stahlbeton verwendet.

Das Zentralgeschoss befindet sich auf einer Höhe von 165 Metern, die Aussichtsterrassen auf 155 bzw. 150 Metern. Der Durchmesser am Boden beträgt 12 Meter und verjüngt sich auf 6 Meter in einer Höhe von 160 Metern. Das Fundament hat 8 Meter Tiefe und einen Durchmesser von 31 Metern – insgesamt wiegt das Wahrzeichen 17.600 Tonnen.

Im Jahr 2016 ging der Donauturm in Privatbesitz Blaguss Beteiligungsgesellschaft m.b.H.,  Gilbert Leeb Beteiligungsgesellschaft m.b.H., SMILE GmbH Guntram Fessler, Mag. Matthias Kamp und Stephan Kreissler; seit 2020: Wien Holding) über und wurde von 2018 bis Anfang 2019 – in enger Zusammenarbeit mit dem renommierten österreichischen Architekten Gregor Eichinger – renoviert bzw. modernisiert. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden das Turm Café und das Turm Restaurant in den eleganten Stil und Glanz der 60er-Jahre rückgeführt. Ein Souvenirshop sowie das Donaubräu samt Gastgarten wurden im Erdgeschoss eröffnet.

Rund 23 Millionen Menschen haben den Donauturm seit seiner Eröffnung 1964 besucht, in den letzten Jahren waren es rund 420.000 Besucher:innen pro Jahr, davon rund 50 Prozent aus dem Ausland.

Der Donauturm steht seit 2001 unter Denkmalschutz.